André Schulze, Kandidat der Grünen (Wahlkreis Neukölln 1): „Wir Grüne haben uns im Bezirk und auf Landesebene wiederholt für den Erhalt vom Emmauswald stark gemacht. Der ist der einzige echte Wald Neuköllns und damit für Stadtklima und -natur unverzichtbar. Deshalb wollen wir eine Rodung ausschließen und die Wohnbebauung auf die Brachfläche am Mariendorfer Weg begrenzen. Dementsprechend würde ich keiner Bebauung des Emmauswaldes zustimmen.“
Christina Hilmer-Benedict, Kandidatin der Grünen (Wahlkreis Neukölln 3): „Eine Bebauung des Emmauswaldes lehne ich ab. Fast vier Hektar Wald mit mehr als 700 Bäumen mitten in der Klimakrise zu roden, ist für mich nicht zu verantworten. Der Wald kühlt den umliegenden, stark hitzebelasteten Stadtraum und bietet Tieren und Pflanzen einen wichtigen Lebensraum. Für dringend benötigten Wohnungsbau gibt es in Berlin andere geeignete Flächen. Auf Bezirks- und Landesebene setzen wir Grüne uns bereits seit Langem für den Erhalt des Emmauswaldes ein, und ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen. Dabei unterstütze ich selbstverständlich die Initiative „Emmauswald bleibt“. Gerade in Zeiten der Klimakrise müssen wir wertvolle Natur- und Erholungsräume in unserer Stadt bewahren. Der Emmauswald muss bleiben.“
Dennis Mateskovic, Kandidat der Grünen (Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 5): „Ich bin der Meinung, dass wertvolle Grünflächen wie dieser wertvolle Mischwald erhalten bleiben müssen. Der Emmauswald beheimatet zahlreiche Arten und ist unersetzbar für den Bezirk. Wenn wir effektiv gegen die Klimakrise und die zunehmende Erwärmung unserer Stadt vorgehen wollen, dann können wir nicht ökologisch wertvolle Flächen bebauen. Sollte ich ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt werden, werde ich meine Kolleg*innen aus Neukölln bestmöglich dabei unterstützen, damit der Emmauswald in seiner jetzigen Form erhalten bleibt. Als Tempelhofer kenne ich die Debatten um Flächenkonkurrenz (siehe z. B. das Tempelhofer Feld, für dessen 100%igen Erhalt ich mich ebenfalls einsetze) und halte nichts davon, wenn Politik Wohnungsbau gegen Natur- und Artenschutz ausspielt.“
Phillip Dehne, Kandidat der Linken (Wahlkreis Neukölln 2): „Sollte ich das Direktmandat gewinnen und ins Berliner Abgeordnetenhaus einziehen, werde ich mich dort für den Erhalt des Emmauswalds in seiner jetzigen Form einsetzen, wie ich es als Teil der BVV-Fraktion der Neuköllner Linken auch bisher getan habe. Dieser Sommer hat wieder gezeigt, wie wichtig nicht nur Natur- und Erholungsräume in Neukölln sind, sondern welche Bedeutung der Emmauswald auch für den Hitzeschutz hat. Die angedachte Bebauung lehne ich ab. Der Wald soll erhalten bleiben. Zudem würde durch den Bau von Eigentumswohnungen kein bezahlbarer Wohnraum entstehen.“
Sarah Bremer, Kandidatin der Linken (Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg 4): „Nein, ich würde und werde keiner Bebauung zustimmen. Berlin zählt zu den grünsten Hauptstädten Europas und das soll auch so bleiben. Ich habe gerade eure Petition unterschrieben und werde mich dafür einsetzen, das der Wald erhalten bleibt. Eigentumswohnungen sind kein Gewinn für unsere Stadt, davon gibt es bereits genug.“
Anne Roever, Kandidatin der SPD (Wahlkreis Neukölln 1): „Grundsätzlich bin ich für den Erhalt des Waldes! Und gerade in einem so dicht besiedelten Gebiet wie Neukölln sind Grünflächen und damit nicht versiegelte Flächen für das Klima und die Menschen von sehr hoher Bedeutung! Daher gilt es diese Flächen zu schützen. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wir wissen ja alle um die Problematik der steigenden Mieten, auch da habe ich (beziehungsweise die SPD) natürlich einen Auftrag, für die Berlinerinnen und Berliner Lösungen zu finden. Ich bin mir jedoch sicher, dass wir für den Wohnungsbau auch andere Flächen finden können. Von daher unterstütze ich sehr gerne die Initiative zum Erhalt des Emmauswaldes.“
Nimet Avci, Kandidatin der CDU (Wahlkreis Neukölln 3): „Wohnen ist ein Grundrecht, und Berlin braucht dringend mehr Wohnraum. Gleichzeitig sind Grün- und Waldflächen für das Klima, die Gesundheit und die Lebensqualität in Neukölln unverzichtbar. Beim Emmauswald müssen deshalb beide Interessen verantwortungsvoll gegeneinander abgewogen werden – für uns steht dabei der Mensch im Mittelpunkt: Das Leben und
die Gesundheit von Kindern, Familien und älteren Menschen haben höchste Priorität. Einer Bebauung des Emmauswaldes würden wir daher nur zustimmen, wenn diese Abwägung zugunsten der Menschen vor Ort ausfällt und der Eingriff in den Wald auf das absolut notwendige Maß begrenzt wird.
Ja, wir setzen uns für den Erhalt wertvoller Grün- und Waldflächen in Ja, wir setzen uns für den Erhalt wertvoller Grün- und Waldflächen in Neukölln ein. Der Emmauswald ist ein wichtiger Natur-, Erholungs- und Klimaraum und insbesondere für Kinder, Familien und ältere Menschen von Bedeutung. Gleichzeitig dürfen wir den dringend benötigten Wohnungsbau nicht aus dem Blick verlieren. Unser Ziel ist deshalb eine Lösung, die den Wald möglichst vollständig erhält und zugleich den notwendigen Wohnungsbau auf geeigneten Flächen ermöglicht.
